26.03.2004, WR, Theoretisch ist der Abstieg möglich

Theoretisch ist der Abstieg möglich

(lgr) Wie eine gute Platzierung doch trügen kann ! Vor dem letzten Turnier der Regionalliga West am morgigen Samstag in der Herforder Kreissporthalle darf sich die A-Lateinformation der TSG Lüdenscheid noch längst nicht in Sicherheit wiegen.

Das katastrophale Abschneiden beim letzten Turnier Anfang Februar in Moers, als die Mannschaft an einem rabenschwarzen Tag nach mehreren Ausrutschern auf dem glatten Hallenparkett nur den letzten Platz belegte, hat das Team sogar in Zugzwang gebracht, denn theoretisch ist noch der Abstieg denkbar. Dabei wollte die mit vielen Vorschusslorbeeren in die Saison gestartete Mannschaft doch eigentlich in die 2. Liga aufsteigen . . .

Von diesem Ziel musste sich die TSG bekanntlich bereits nach Rang vier zum Auftakt in Greven verabschieden. Es folgten der fünfte Platz in Dorsten und der vierte Rang in Bochum, dann das Debakel von Moers. Vor dem Finale belegt die TSG mit 22 Punkten zwar Rang vier, kann aber noch absteigen, wenn man erneut Letzter wird.

Davon geht Tänzer Björn Wachsmuth allerdings nicht aus: "Wir sind bestens vorbereitet und wollen sogar ins große Finale kommen." Damit der Super-Gau nicht eintritt, wurde am vergangenen Wochenende noch ein dreitägiges Trainingslager in der Sportschule Duisburg-Wedau belegt. "Die neuen Paar-Kombinationen haben sich sehr gut aneinander gewöhnt", so Wachsmuth. Das 16-köpfige Team ist komplett.

Derlei Sorgen muss sich die B-Formation derzeit nicht machen. In der Oberliga West 2 steht am Sonntag - ebenfalls in Herford - das zweite Turnier auf dem Programm. Der Aufsteiger überraschte sich und die Fans zum Auftakt in Lüb-becke mit Rang vier und möchte diese Platzierung liebend gerne wiederholen. Trainer Björn Wachsmuth ist zuversichtlich: "Wir gehen zwar eigentlich unbelastet an den Start, machen uns aber selber Druck, weil wir noch mindestens Dritter werden wollen und können."

Auf die Zähne muss Kay Szczyglowski beißen: Der Tänzer und TSG-Sportwart zog sich im Training einen Sehnenriss im Unteram zu.


Westfälische Rundschau, 26.03.2004