21.05.2004,WR, Paare in der Pflicht

Paare in der Pflicht

(VH) Die Lateinformation der TSG Lüdenscheid setzt mit einem erweitertem Trainerstab neue Maßstäbe in der Regionalliga und damit sich selbst unter Erfolgszwang.

Mit der Verpflichtung von "Meistermacherin" Petra Heiduk konnte die TSG neben Trainer Bernd Waldschmidt einen weiteren Erfolgsgaranten für die Latein-Formation der TSG gewinnen. Heiduk trainierte die Mannschaft vom TSZ Schwarz-Gelb Aachen und gewann als Trainerin bereits vier Weltmeistertitel. Sie ist im Tanzsport bekannt wie Kati Witts Trainerin Jutta Müller im Eiskunstlaufen.

Als international anerkannte Wertungsrichterin und Trainerin genießt Heiduk höchstes Ansehen, kann sich somit aber auch ihre Mannschaften nach Belieben aussuchen. "Ich war in der vergangenen Woche bereits kurz davor zu gehen, da die Mannschaft verspätet zum Termin kam. So etwas wird es nicht mehr geben", rügte Heiduk, die in den zehn Paaren ein gutes Potenzial sieht.

Sieben alte Paare, zwei Paare aus der B-Formation und einige Neuzugänge sollen bis Dezember das neue Programm einstudieren. Die Choreographie wurde vom TSZ Aachen kopiert und wird in vier Trainingseinheiten pro Woche einstudiert. "Wir haben die Paare in den ersten Einheiten mental und körperlich vollgestopft", lobte die neue Cheftrainerin, die von den Techniktrainern Dirk und Alla Bastert unterstützt wird, den Einsatzwillen.

Der neue Trainerstab ist damit bundesligareif und will endlich den Aufstieg in die zweite Bundesliga packen. Doch die Trainer reichen den Druck weiter. "Es stehen nun die Paare in der Pflicht, ihr Können unter Beweis zu stellen." Eines stellte Heiduk klar: Wer nicht mitzieht, muss die Formation verlassen.


Westfälische Rundschau, 21.05.2004