07.03.2006, WR, Nach dem Turnier ist vor dem Turnier

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier ! Da ist die erste - und höchst erfolgreich verlaufene - Zweitliga-Saison in der Geschichte der TSG Lüdenscheid gerade mal wenige Stunden alt, da richtet sich der Blick bereits auf das Jahr 2007.

Seitdem feststand, dass der Aufsteiger in die Phalanx von Dorsten und Residenz Ludwigsburg nicht würde einbrechen können und mit dem - in diesem Fall - undankbaren dritten Platz vorlieb nehmen musste, setzten schon die Aktivitäten für das kommende Jahr ein. Denn von einem Rückzug einer Erstliga-Formation, der verbunden wäre mit einem (Zwangs)-Aufstieg der Lüdenscheider, geht Trainer Bernd Waldschmidt nicht aus: "Unsere Konzentration gilt einer zweiten Saison in der 2. Liga." Alles andere sei reine Spekulation.

Wie es sich für eine ambitionierte Mannschaft, die Großes im Schilde führt, gehört, wird das Trainingspensum trotz der folgenden turnierfreien Zeit allenfalls peripher zurückgeschraubt. "Wir werden zwar jetzt erst einmal unsere guten Einzelpaare speziell fördern, aber auch das Mannschaftstraining bleibt intensiv", kündigt Waldschmidt an. Und so wird weiterhin dienstags, donnerstags und sonntags trainiert.

Parallel dazu wird an der neuen Choreographie gebastelt. "Latin America" hat nach fünf Zweitliga-Turnieren, bei denen viermal der dritte Platz und ein vierter Rang heraussprangen, zumindest für die TSG ausgedient. Die Verwertungsrechte am Programm besitzt TSG-Cheftrainerin Petra Heiduk, die sich bereits intensiv mit der neuen "Choreo" für ihr Team beschäftigt. In Kürze wird eine Selektion der in Frage kommenden Titel vorgenommen, dann folgt der Schnitt am Computer und im Tonstudio. Bei den Austrian Open im November in Wien wollen Waldschmidt, Heiduk und Co., die dem Verein ebenso wie Dirk und Alla Bastert erhalten bleiben, das Programm für 2007 erstmals öffentlich präsentieren.

Das Ziel allen Handelns ist klar. "Wir wollen in die 1. Liga", sagt Waldschmidt. Als klare dritte Kraft der 2. Liga und nach einer Saison, "die Verein und Mannschaft gebraucht haben", erhebt die TSG diesen Anspruch. Waldschmidt sieht genug Potenzial, weiß aber auch, "dass ich es noch nie erlebt habe, dass eine Mannschaft zwei Jahre in Folge in der gleichen Formation tanzt." Soll heißen: Personelle Veränderungen sind wohl zu erwarten.

Von Lutz Großmann


Westfälische Rundschau, 07.03.2006