17.02.2009, WR, Pokale und Trostpflaster können verteilt werden

Pokale und Trostpflaster können verteilt werden

Von Lutz Großmann Drei von fünf Turniere der 1. Bundesliga Latein sind seit Samstag absolviert, doch von Spannung kann vor den noch ausstehenden Wettbewerben am 28. Februar in Velbert und am 14. März in Lüdenscheid keine Rede mehr sein.

Die Pokale für Sieger und Platzierte könnten ebenso schon jetzt verteilt werden wie die Trostpflaster an die Absteiger.

Denn: Was sich zum Auftakt in Bremen Anfang Januar andeutete, wurde zwei Wochen später in Ludwigsburg bestätigt und nun am Samstag geradezu betoniert: Das A-Team von Grün-Gold-Club Bremen wird die Liga vor TSZ Velbert und dem eigenen B-Team gewinnen. Auch wenn die Formationsgemeinschaft Aachen/Düsseldorf beim Heimturnier erstmals drei Dreien bekam, wird dies nichts am vierten Platz in der Endabrechnung ändern. Dahinter wird sich die TSG Lüdenscheid einreihen. Der fünfte Platz in der Gesamtwertung ist unverrückbar. Das TSC Residenz Ludwigsburg wird sich trotz vieler guter Kritiken auch in Düren mit Rang sechs bescheiden müssen, und mit der TSG Backnang und dem 1. TC Ludwigsburg durften zwei der drei Aufsteiger nur ein Jahr lang Erstliga-Luft schnuppern. Sie steigen ab.

Die Lüdenscheider machten bei der Siegerehrung in der Arena Kreis Düren gute Miene zum bösen Spiel. Die Leistung, die die Formation in erneut veränderter Aufstellung - Werner Hartmann ersetzte in überzeugender Manier Pascal Ruben und ist auch für das Velbert-Turnier nun erste Wahl - mit „Planets” brachte, war die beste in dieser Saison. Nur, belohnt wurde sie dafür nicht. Sie erhielt in der Summe die gleiche Bewertung wie in Ludwigsburg. Trainerin Petra Heiduk konnte diese Beurteilung schon nicht mehr schocken: „Mir war von vorneherein klar, dass wir Fünfter werden. Wir scheitern am Outfit der Herren. Das sieht zu traurig aus”, klagt die Krefelderin. Die Herren kommen tief schwarz daher, und ihre Ausstrahlungskraft vor allem in vorderster Linie ist vor einem dunklen Vorhang von den Wertungsrichtern kaum wahrzunehmen.

Ihre gute Laune ließ sich Petra Heiduk trotzdem nicht verhageln: „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir sind in einer Saison der Konsolidierung auf dem Weg, den wir haben wollen.”


Westfälische Rundschau, 17.02.2009