27.02.2009, WR, Mit Teamgeist und Klasse überzeugen

Mit Teamgeist und Klasse überzeugen

Lüdenscheid. Während die A-Formation der TSG Lüdenscheid in der 1. Liga bereits Richtung Saisonende schaut, geht es für das B-Team jetzt erst richtig los. In der Landesliga West II beginnt am Sonntag in Borken die Saison 2009, und an den folgenden Sonntagen stehen in Greven und am Sonntag, 15. März, mit dem Heimturnier gleich die nächsten Wettbewerbe der Fünferserie auf dem Programm.

Die B-Formation vertanzt wie schon im Vorjahr das ehemalige Programm des A-Teams, Rock, geht aber zumindest personell mit ungünstigen Voraussetzungen aufs Parkett, stehen doch nur sieben Herren zur Verfügung. Getanzt wird, weil eine Choreographie mit einer geraden Zahl an Paaren besser umzusetzen ist, ist mit sechs festen Paaren. Damit erreicht die Mannschaft im männlichen Sektor gerade einmal die Muss-Stärke. „Wir haben deshalb auch bis vor kurzem überlegt, ob wir überhaupt antreten", sagt die neue Trainerin Isabel Slawik. Letztlich aber entschied sich das Team dafür, die Saison anzugehen. Slawik ist erleichtert: „Es ist wichtig, dass wir antreten, damit alle weitere Erfahrungen sammeln können. Und es ist ein Beweis für den Teamgeist."

Mehrere Tänzerinnen und Tänzer sind neu in der B-Formation. Marcel Keruth, Robin Steinbach und Julia Roeder kamen vom TTC Rot-Weiß Silber Bochum, Sascha Becker reist extra aus Bergheim an, während Justine Placzek und Ex-Turnerin Joyline Frenzel aus Lüdenscheid kommen. Alle haben, nicht zuletzt wegen des knappen Kaders, in der Vorbereitung an einem Strang gezogen. „Die Motivation ist hoch", weiß Slawik, die der Saisonpremiere und ihrem Trainerdebüt entgegenfiebert: „Ich werde von Tag zu Tag nervöser. Ich habe doch noch nie vorne auf dem Stuhl gesessen..." Bislang saßen ihr die Trainer immer gegenüber. Die 22-Jährige war viele Jahre Mitglied von A- oder B-Formation der TSG Lüdenscheid und hat viele Formationsturniere getanzt.

„Rock" kennt die jüngste Trainerin der Liga aus dem Effeff und weiß daher auch, was sie ihren Schützlingen abverlangen kann. Die Choreographie wurde den Erfordernissen der Landesliga angepasst, im Vergleich zur Vorsaison wurden Schwierigkeitsgrad und Tempo jedoch leicht erhöht. Slawik ist zufrieden mit den Fortschritten der Formation: „Es geht von Woche zu Woche besser." In die Vorbereitung wurde Ende Januar auch ein Trainingslager integriert. Und weil Isabel Slawik weiß, dass sie sich auf ihr Team verlassen kann, hat sie auch ein klares Ziel vor Augen: „Wir wollen bei jedem Turnier ins Große Finale kommen."


Westfälische Rundschau, 27.02.2009